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Industrie Dokumentation für UrbanVolt

Projektbeschreibung

Das irische Unternehmen UrbanVolt bietet einen mehrfach preisgekrönten Service an. Es tauscht konventionelle Beleuchtung gegen LEDs. Dabei finanziert es sich ausschließlich über die Kosteneinsparungen durch den verringerten Energiebedarf seiner Kunden. Als erste irische B-Corporation hält sich UrbanVolt an die höchsten Standards im Bereich Umwelt und Soziales.

Sarah Berney, Marketing Executive bei UrbanVolt, beauftragte mich um zwei Ihrer aktuellen Umrüstungsprojekte in Deutschland zu dokumentieren. Der Auftrag war recht komplex und damit eine spannende Herausforderung. Ziel war es 12 Videos mit Interviews, Luftbildaufnahmen, Zeitraffern und Vorher-Nachher-Sequenzen aufzunehmen. Außerdem sollten 40 Vorher-Nachher-Bilder fotografiert werden. Ziel der Produktion war es, die Verbesserung der Lichtqualität mit Umstellung auf LED-Licht zu zeigen. Außerdem sollte aus den Interviews ersichtlich werden, wie gut UrbanVolts Service ist, und dass es während der Installationsphase zu keinen Beeinträchtigungen der Arbeit kommt. 

Vorbereitung

UrbanVolt erhielt von mir alle Angebote über verschlüsselte Cloud-Zugänge, so dass wir verschiedene Vertragsoptionen schnell besprechen und vereinbaren konnten. Für die beiden Projekte in Deutschland übernahm ich einen Großteil der Kommunikation für die Shootings, da nicht alle Kunden von UrbanVolt fließend Englisch sprachen. Um die Aufnahmerechte zu sichern, bereitete ich DSGVO konforme Model- und Property-Releases vor und erhielt von den Kunden eine Datenschutzeinweisung. So konnten wir auch in Bereichen mit sensiblen Daten filmen. Vor Ort besprach ich mit UrbanVolts Kunden die zeitliche Abfolge der Aufnahme und arrangierte alle nötigen Materialien für den Filmdreh.

Ausführung

Die Aufnahme fand in einem Logistikzentrum bei Frankfurt und in einem Betonwerk Harz statt. Jede Produktion wurde in drei Intervallen gefilmt um Material vor, während und nach der Umrüstung aufzunehmen. 

In Phase 1 filmten wir die beiden Standorte in ihrem Ausgangszustand. Um eine perfekte Überlappung der Vorher-Nachher-Bilder zu gewährleisten, zeichnete ich alle Kamerastandorte und -einstellungen auf. So konnten wir auch Wochen später wieder das exakte Bild nach der Installation aufnehmen.

Außerdem installierte ich während des ersten Termins die Zeitraffer-Kamera. Diese zeichnete mit ihrem Vollformat-Sensor ein Video in einer extrem hohen Auflösung von 6K auf, um später auch auf Details heranzoomen zu können. So entstand über mehrere Tage hinweg ein Film, der den Fortschritt während der Umbaumaßnahmen zeigt.

In Phase 2 filmte ich die irischen Elektriker während der Umbauarbeiten. Ausgestattet mit Helm und Absturzsicherung begleitete ich die Arbeiter auf ihren Hebebühnen. Dabei konnte ich die Elektriker hautnah filmen, ohne Sie bei ihrer Arbeit zu unterbrechen. Im Anschluss baute ich die Zeitrafferkamera wieder ab und präsentierte UrbanVolt über einen Cloud-Zugang das erste Videomaterial. So war mein Kunde immer auf dem aktuellen Stand, auch wenn er nicht vor Ort sein konnte.

In der letzten Phase produzierten wir die Nachher-Aufnahmen und die Interviews mit UrbanVolts Kunden. Hier wurde ich von Sarah und meinem Ton-Assistenten unterstützt. Wir filmten an jedem Standort Interviews mit je drei Vertretern der Firmen. Interviewt wurde dabei auf Deutsch und Englisch. Aufgenommen wurde mit mehreren Kameras, Mikrofonen und Lichtern für eine Filmqualität auf Studioniveau. Außerdem konnten wir so das Risiko von Datenausfällen reduzieren und die Aufnahmezeit so kurz und effizient wie möglich gestallten. Während Sarah die Interviewführung auf Englisch übernahm, assistierte ich bei der Übersetzung der Fragen und führte die deutschen Interviews selbst.

Im Anschluss nahm ich die Nachher-Fotos/ Videos auf und filmte den Kunden bei seiner Arbeit unter dem neuen Licht. Mit der Drohne filmten wir außerdem einzigartige Einstellungen, die später in den Videos tolle Eröffnungssequenzen ergaben. 

Bearbeitung

Im Schnitt und der Bildbearbeitung nutzten wir neuste Cloud-Technologien zum kolaborativen Arbeiten. So konnte UrbanVolt, die Schnittdaten mit ihrem freien Übersetzer teilen um die Interviewauswahl zu treffen. Ich bekam ich Echtzeit Updates mit Bearbeitungswünschen in Textform oder direkt auf das Videomaterial gezeichnet. Auch verschiedene Versionen der Videos konnte UrbanVolt direkt miteinander vergleichen. Das ersparte hunderte E-Mails und brachte alle Beteiligten auf den selben Stand. Für die deutschen Videos erhielt UrbanVolt separate Untertitel, die Sie je nach Bedarf mit einsetzen konnten.

Die Bildbearbeitung gestaltete sich genauso einfach. Über einen geschützten Cloud-Server konnte UrbanVolt die Bildauswahl treffen und Anmerkungen zur Bearbeitung hinzufügen und im Anschluss alle freigegebenen Daten downloaden. 

UrbanVolt, die beiden Projektstandorte und mein Büro liegen hunderte Kilometer voneinander entfernt  und wir sprechen verschiedene Sprachen. Mit intelligenten Cloud-Tools war die Kommunikation dennoch so schnell und einfach, als ob wir uns an einem Tisch gegenüber sitzen würden.

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Auszug aus dem Videoschnitt mit Interviews- und Fabrikvideos, Grafikelementen, Untertiteln, mehreren Musikspuren und Tonelementen
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Feedback zum Videoschnitt über das Cloud-Tool.
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Versionsvergleich im Videoschnitt. Links: Version 2 ohne Farbkorrekturen und mit längerem Text // Rechts: Version 4 mit finalen Anpassungen
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Sarah Berney - Marketing Executive bei UrbanVolt

Interview mit Sarah Berney

Albrecht: Hallo Sarah, ich freue mich, dass wir heute über unsere letzten zwei Projekte in Deutschland sprechen. Bitte stell dich kurz vor.

Sarah: Hi Albrecht, danke, dass ich hier sein darf. Mein Name ist Sarah, ich bin Teil des Marketingteams von UrbanVolt. UrbanVolt ist ein Unternehmen im Bereich der effizienten Energienutzung. Wir haben unseren Sitz in Dublin, Irland.

Warum habt ihr euch entschieden die beiden Umbauprojekte so umfangreich zu dokumentieren?

Wir nutzen solche Projekte gern als Referenzmaterial für große Kundenpitches. So können wir unser gesamtes Know-How darstellen. Es ist deutlich authentischer, wenn vergangene Kunden positiv über uns sprechen, als wenn wir das selbst machen.

Warum hast du mich als Produzenten für diese Projekte gewählt?

Wir haben dich während unserer Online-Recherche nach Fotografen und Videoproduzenten in Mitteldeutschland gefunden. Auf Grund deiner Arbeitsproben und Kundenreferenzen hatten wir das Gefühl, dass die Arbeit mit dir viel Spaß machen würde. Und das hat sich so auch bewiesen. Wir mochten die Fotografien in deinem Portfolio und auf deinem Instagram-Account sehr. Nachdem wir mehrere Fotografen kontaktiert hatten, verglichen wir ihre vergangenen Arbeiten und die Ähnlichkeit zu unserem Projekt. Natürlich mussten wir auch finanziell in unserem Rahmen bleiben. Alles in allem warst du der beste Treffer für uns.

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Portraitbilder der Kunden

Wonach sucht ihr bei eurer Wahl eines Kreativpartners?

Wenn wir uns nach einem Content-Produzenten umschauen, möchten wir mit Menschen arbeiten, die unseren Anweisungen folgen können. Gleichzeitig sollten sie aber auch Initiative ergreifen und eigene Ideen einbringen, an die wir eventuell nicht gedacht haben. Du hast diese Anforderungen ausnahmslos erfüllt. Es ist sehr angenehm mit dir zu arbeiten. Du bist immer gut erreichbar, wenn wir Fragen und Nöte haben und antwortest schnell auf Anrufe oder Mails. Wir freuen uns natürlich, dass es bei unserer Kommunikation auf Englisch keine Sprachbarrieren gibt, was bei internationalen Projekten nicht selbstverständlich ist. Wir haben das Gefühl, uns zu 100% auf dich verlassen zu können. Du warst bei den Videodrehs immer vor uns am Aufnahmeort und hast alles vorbereitet. Was für uns besonders heraussticht, ist dein Auge für Details. Du sorgst dafür, dass alles perfekt geplant ist, bevor wir mit den Aufnahmen beginnen. So konnten wir uns immer sicher sein, dass wir am Ende gute Aufnahmen haben. Außerdem bist du ein sehr angenehmer Unterhalter für unsere Kunden. An beiden Standorten waren die Verantwortlichen so erfreut mit dir zu reden, dass uns das eine Große Last abnimmt.

Wow, danke dir Sarah. Ich hoffe, ich werde jetzt nicht rot. Gibt es etwas bei unserer Zusammenarbeit, das für euch unerwartet kam im Vergleich zu euren früheren Fotografen und Kameraleuten?

Etwas, dass wir so noch nicht kannten ist dein großes Dienstleistungssortiment. Du fotografierst nicht nur die Vorher-Nachher-Bilder, du bist Drohnenpilot, erstellst Zeitraffer-Videos, bist Interviewer und bearbeitest den ganzen Content auch. Es ist eine tolle Erfahrung die gesamte Produktion aus einer Hand zu bekommen. Das reduziert unseren Arbeitsaufwand in der Koordination ungemein!

Wie war es für euch mit mir als Deutschem zu arbeiten, anstatt einen irischen Fotografen zu beauftragen?

Da ich kein Wort Deutsch spreche, war es sehr hilfreich dich als Muttersprachler bei uns zu haben. Du hast mit unseren Kunden viel effektiver gesprochen, als wir das gekonnt hätten und das war eine große Hilfe. Auf der anderen Seite konnten wir mit dir super auf Englisch kommunizieren. Das hat sehr gut gepasst.

Ich danke dir für deine Zeit Sarah. Es war mir eine große Freude mit euch über die letzten Monate hinweg zu arbeiten!

Zum Fotoshooting


Kunde: UrbanVolt Ltd.

Kategorie: Industrie Fotodokumentation/ Videodokumentation

Location: Syncreon & EHL

Stadt: Niederaula & Tambach Südharz

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Das beste Wetter für Architekturfotos

Wetter spielt bei der Arbeit als Architekturfotograf eine essentielle Rolle. Täglich gleiche ich drei verschiedene Wetter-Apps ab um eine möglichst genaue Vorhersage für die nächsten 48h zu erstellen (längere Vorhersagen sind meist nur grobe Tendenzen). Ein Großteil meiner Kunden hätte dabei gern ein Abonnement an blauem Himmel mit Schäfchenwolken. Aber ist das der richtige Ansatz zur Bestimmung des besten Wetters um eine Immobilie zu fotografieren? Dazu sollten wir uns folgende Frage stellen: Was ist eigentlich Wetter?

Wetter ist Himmel

Wenn wir über Fotografie und Wetter reden, dann sprechen wir meistens über den Himmel, den wir in der Fotografie sehen. Dieser Himmel vermittelt, abhängig von seinem Aussehen, ganz unterschiedliche Botschaften. Ein blauer Himmel mit keiner oder kaum Bewölkung stimmt uns positiv. Wir assoziieren damit Wärme und die Freisetzung von Endorphinen. Unserem Körper wird signalisiert, dass draußen keine Gefahren durch Unwetter bestehen und das lässt uns entspannen. Die meisten Menschen zieht es bei so einem Wetter nach draußen in den Garten oder in die Natur. Und das ist der springende Punkt. Ein sonniger Himmel betont die Außenanlagen eines Gebäudes. Sind diese fotografisch nicht sehr vorteilhaft, dann führt das schnell zu Enttäuschungen beim Betrachter. Wer möchte schon bei herrlichem Sonnenschein in einem ungepflegten 50 Quadratmetergarten sitzen?! Wenn im Gegensatz dazu das Exterieur wunderschön zum Verweilen und Bestaunen einlädt, dann ist der blaue Himmel dazu das perfekte Pendant.

Neben dem blauen Himmel gibt es noch zwei Hauptgruppen, wolkige und bedeckte Himmel. Wolkige Himmel sind zu 50% oder mehr von Wolken bedeckt, aber zeigen ab und an noch den blauen Himmel. Mit Ihnen kommt eine gewisse Dramatik auf. Wer kennt nicht die riesigen Wolkengebilde, die sich im Sommer am See auftürmen, wenn das Wasser aus unseren Badelandschaften in den Himmel steigt. Wenn sich diese Gasgebilde kilometerweit in den Himmel erstrecken, dann weckt das eine Ehrfurcht in uns. Diese Ehrfurcht überträgt sich in einem Foto auch gut auf die Architektur. Erhabene bauliche Kunstwerke erhalten somit noch mehr kraft und Dynamik und hinterlassen sicher einen bleibenden Eindruck. Wenn sich ein Unwetter zusammenbraut zieht es die Menschen außerdem instinktiv in ihre Höhlen zurück. Sie suchen Zuflucht und Sicherheit und bewerten ein Haus instinktiv unter diesem Aspekt. Der Fokus richtet sich auf das Haus.

Nun zur dritten Kategorie, dem bedeckten Himmel. Meist ungeliebt, aber besonders zur kalten Jahreszeit ein ständiger Begleiter in Deutschland. Der graue Himmel sorgt für eine Neutralität im Bild. Das kann gut sein, geht aber auch oft mit einem Gefühl von Tristesse und Kraftlosigkeit einher. Wenn er sich mit Nebel paart, kann er eine sehr spannende ominöse Aura bilden, die ein Architekturfoto auf eine ganz andere Ebene hebt. Ansonsten ist sein Einsatz stark von der Architektur abhängig. Besonders Gebäude mit viel Sichtbeton wirken durch den Ton in Ton Effekt oft sehr spannend damit. Für das klassische Verkaufsbild ist er in der Regel nicht geeignet. Für Bilder mit einem künstlerischen Anspruch ist er aber eine spannende Herausforderung.

Wetter ist Licht

„Können Sie nicht bei Photoshop einfach einen blauen Himmel in das Bild reinsetzen?“ Wenn ich einen Euro für jedes Mal bekommen würde, wenn ich diesen Satz höre…. Die Antwort auf diese Frage klärt sich mit dem Licht, dass während der Aufnahme vorherrscht. 

Bei wolkenfreiem Himmel wirft die Sonne harte Schatten auf das Haus und seine Umgebung. Es ist deshalb von großer Bedeutung, das Architekturfotoshooting mit dem Verlauf der Sonne zu planen, so dass prominente Ansichten der Immobilie beleuchtet und damit in den Fokus gesetzt werden. Die starken Kontraste zwischen hell und dunkel bzw. Licht und Schatten modellieren wunderschön Texturen in Oberflächen und Formen des Gebäudes. Wenn man das Sonnenlicht meistert, dann werden aus bedacht geplanten Häusern echte Kunstwerke. Hat die Hauptseite des Hauses jedoch eine Nordausrichtung und zeigt damit den gesamten Tag in den Schatten mit einem grellen Gegenlicht, dann bietet sich die direkte Sonne oft nicht an. Bei Interieurfotos ergeben sich zwei weitere Herausforderungen. Fällt das Sonnenlicht durch die Fenster direkt in den Raum, dann kann das ungeliebte, schwer auszugleichende Lichtstreifen ergeben. Das lässt sich durch ein temporäres Abhängen der Fenster verhindern, bedeutet aber mehr Zeit und Arbeit währen des Fotoshootings. Außerdem ist der Kontrast zwischen Interieur und Exterieur deutlich größer, was besonders bei Aufnahmen nur mit natürlichem Licht dazu führt, dass die Fensteraussicht „ausbrennt“ und weiß wirkt. Hier helfen aber bei größeren Produktionen Blitze und HDR-Blendings. 

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Bei bewölktem Himmel wird das Haus in ein seidiges, weiches Licht gehüllt. Je dichter die Wolken sind, desto weniger kann man eine Lichtrichtung im Bild erkennen. Schatten verschwinden vollständig und man sieht das gesamte Haus gleichmäßig ausgeleuchtet. Das hilft, wenn es darum geht, die Architektur der Immobilie ganz objektiv zu betrachten. Verschieden ausgerichtete Teile des Hauses werden nicht durch dunkle Schatten unterbrochen und der konstruktive Aufbau des Hauses lässt sich einheitlich gut nachvollziehen. Wenn Architekten in der Interieurfotografie Beleuchtungskonzepte zeigen möchten, dann gewinnen die Lampen bei bedecktem Himmel viel Strahlkraft, da sie nicht mehr gegen die helle Sonne ankämpfen müssen. 

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Bleibt noch die Frage vom Anfang des Absatzes zu klären. Es kommt darauf an! Wenn die Lichtstimmung zwischen Himmel und Vordergrund nicht stimmt, dann registriert das unser Gehirn sofort und wir fragen uns, was da im Bild schief läuft. Diese Frage gilt es ja in der Regel zu vermeiden. Was funktioniert, ist einen bedeckten Himmel durch einen bewölkten Himmel auszutauschen. Hier ist es nachvollziehbar, dass über das Haus gerade eine große Wolke zieht und das Sonnenlicht verdeckt, auch wenn im Himmel blaue Stellen sichtbar sind.  

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Wetter ist Niederschlag

Regenschauer, Schneestürme, Hagelschläge. Ich habe glaube ich schon bei jeder Art Niederschlag Häuser fotografiert. Schnee und Hagel sind dabei meist Bedingungen die es zu vermeiden gilt, es sei denn man möchte die besonders widerstandsfähige Dachkonstruktion oder ein schneesicheres Skiresort vorstellen. Regen hingegen kann einen gewissen Charme erzeugen. In der Luft erzeugt er, wie Nebel, eine geheimnisvolle Stimmung und kann die wärme und Wohnlichkeit des Interieurs hervorbringen. Nasse Stein- oder Asphaltflächen reflektieren außerdem Licht und bringen einen tollen Glanz in Abendaufnahmen.

Bei der Frage nach dem besten Wetter hängt es immer von der zu erzielendem Stimmung, der Lage und der Beschaffenheit des Objektes an. Oft herrscht bei kommerziellen Produktionen ein gewisser Zeitdruck und es gilt das beste Beste aus der vorherrschenden Situation zu machen. Für das beste Bildergebnis sollte sich der Kunde vor dem Shooting mit seinem Fotografen abstimmen und der Fotoaufnahme eine gewisse zeitliche Flexibilität einräumen.

PS: Die Tageszeit in der eine Immobilie fotografiert wird hat einen riesigen Einfluss auf ihre Wirkung und geht Hand in Hand mit dem Wetter. Aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag.


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Langzeitbelichtungen in der Architekturfotografie

Als Fotografen sind wir dafür bekannt die Zeit einfrieren zu können. Mit einem Bild fangen wir eine tausendstel Sekunde aus dem Leben unserer Mitmenschen ein und können diesen Momenteindruck danach studieren und wertschätzen. Was passiert aber, wenn sich die Zeit während der Fotoaufnahme weiterbewegt? 

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0,1 Sekunde - Anonymität

Gemäß DSGVO bedarf es einer Einverständniserklärung jeder identifizierbaren Person auf einem Foto und das ist in einer belebten Innenstadt einfach unmöglich.

In einer zehntel Sekunde bewegt sich ein Mensch mit normaler Schrittgeschwindigkeit ca. 10 Zentimeter. Diese Bewegung reicht schon aus um aus einem klar erkennbarem Gesicht eine verschwommene Silhouette zu machen. Dieser Effekt hat einen großen Einfluss auf die Nutzungsmöglichkeiten von Architekturbildern. Besonders im urbanen Raum gelingt es meist nicht eine Immobilie ohne vorbeigehende Passanten zu fotografieren. Oft  geht es auch gerade um die Interaktion von Haus und Mensch. Bei vielen meiner Bilder warte ich bis zu einer halben Stunde um eine Person genau an der richtigen Stelle im Bild zu fotografieren. Die Aufzeichnung der Bewegung hilft nicht nur bei einer rechtssicheren Verwendung der Bilder, sie bringt auch viel Dynamik in ein sonst sehr statisches Feld der Immobilienfotografie. 

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5 Sekunden - Verkehrskontrolle

In der Bildkomposition dreht sich alles um Führungslinien. Geht man über die klassische Drittelregel hinaus und beschäftigt sich mit fortgeschrittenen Gestaltungsprinzipien wie majoren und reziprokalen Linien, dann ist die Langzeitbelichtung oft hilfreich. So werden besonders in der Dämmerung die dunklen Schatten eines vorbeifahrenden Autos zu weiß oder rot leuchtenden Linien, die das Auge des Betrachters sehr gut in das Bild hineinführen. Die abstrakten Lichtspuren geben dem Bild außerdem einen leicht futuristischen Charakter und heben es damit aus der alltäglichen Bildsprache heraus.

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30 Sekunden - Nacht zu Tag

Wer hätte gedacht, dass wir mit der richtigen Kameraeinstellung die galaktischen Gesetzmäßigkeiten aufheben können?! Öffnet sich der Verschluss der Kamera für eine halbe Minute, wird der Vollmond plötzlich zur Sonne und erhellt das Bild in seinem strahlenden Schein. Wenn wir jetzt noch das bläuliche Nachtlicht mit dem entsprechenden Weißabgleich ändern wir daraus eine realistische Tagesaufnahme mit Sternen am Himmel.

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1 Minute - Smoooth

Wie ein seidiges Tuch legt sich das Wasser über die Steine des Piers. Die Wolken scheinen sich zu einem Ungetüm aufzureißen. Früher habe ich solche Bilder immer für Photoshop-Tricks gehalten. Dabei ist es, wie so viele Dinge im Leben, eine Frage der Einstellung. Bilder die den Betrachter fesseln sollen werfen Fragen auf. Wir betrachten ein Bild und versuchen zu begreifen was darauf geschieht. Besonders für Werbekampagnen oder Website Startseiten eignen sich solche Architekturfotos deshalb besonders gut.

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10 Minuten - Zeige Zusammenhänge

„Vor dir nur die freie Straße. Ein Klicken. Das Auto ist im Sportmodus. Kräftig zieht der Motor dich die Bergstraße hinauf. Serpentine um Serpentine bahnst du dir deinen Weg um die majestätischen Gesteinsformationen, den Wind der milden Abendlift in den Haaren. Der Höhepunkt naht. Eine 360° Kurve bildet den krönenden Abschluss des Abenteuers. Ein Moment der nur die gehört.“ – So sehen zehn Minuten reiner Fahrspaß auf der Sa Calobra in Mallorca aus. Gebannt in einer Langzeitaufnahme können wir diese Geschichte in einem Bild erzählen.

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5 Stunden - Unbekannte Bewegung

In der Natur steht nichts still. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich etwas bewegt. Pixel um Pixel dreht sich die Erde um ihre Achse und lässt damit die Sterne am Himmel wandern. So wird aus der Milchstraße ein Meteoritenschauer der seines gleichen sucht. Auch die langsamsten Bewegungen kann man in ein Bild komprimieren.

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24 Stunden - Ein neues Level

„Ein Tag im Leben von…“ Dieses Konzept hat mich schon immer bewegt. Wie ein Tag im Leben des neuen H2 Hotels in München aussieht seht ihr in dieser 24 Stunden Aufnahme. Das ist 8.640.000x länger als die Standardverschlusszeit von 1/100 Sekunde. Bei dem Bild berühert das Konzept dahinter. Jeder einzelne Strich erzählt eine Bewegung, symobolisiert einen Moment im Leben einer anderen Person. Wir werden dazu angehalten zu recherchieren, zu philosophieren welche Geschichten uns dieses Bild erzählt. Ein Motiv, dass besonders als großformatiger Druck immer wieder zum Verweilen und reflektieren anregt.

Das Ende ist nur eine Frage des Investments

Sich einen Tab neben eine Kamera zu stellen ist ein beeindruckendes Gefühl. Man überdenkt den Wert den man seiner Lebenszeit zuweist. Im besten Fall lernt man das Leben zu schätzen, Stunde für Stunde, Tag um Tag. Mit der richtien Aufnahmetechnik lässt sich die Belichtungszeit der Kamera ins unendliche ausdehnen. Monate, sogar Jahre können so auf ein Bild gebannt werden um auch die langwierigsten Prozesse zu erfassen. So ist ein Foto, welches ein brachliegendes Grundstück, einen Haubau und eine fertige Immobilie in sich vereint wirklich einzigartig.


Für mehr Informationen oder konkrete Projektanfragen zum Thema Langzeitbelichtung freue ich mich auf ein Gespräch mit Ihnen. 


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Drohnen in der Architekturfotografie

Luftbildaufnahmen mit Drohnen sind seit Jahren in aller Munde. Die meisten meiner Kunden schwanken zwischen großem Interesse an den neuen Aufnahmemöglichkeiten und großen Ängsten was die Rechtssicherheit angeht. Deshalb beleuchte ich hiermit einige Aspekte die man als Kunde bedenken sollte.

Eine neue Perspektive?

Grundsätzlich waren alle Aufnahmewinkel, die sich mit einer Drohne ergeben auch schon vor deren Erfindung möglich. Ich unterscheide Drohnenbilder in zwei Kategorien: Top-Down (oder auch Satellitenansicht) und High-Up. 

Top-Down-Ansichten sind sehr grafische Bilder. Durch den Blick direkt von oben verschwindet die Perspektive. Alle Formen werden zweidimensional dargestellt und der Fokus fällt stark auf Formen und Texturen. Besonders Grafiker lieben diese Darstellung, da sie sich super zum Layouten als Hintergrund eignet. Diese Bilder wurden vor der Drohnenzeit aus Helikoptern aufgenommen. Im Unterschied zu einer Drohne fliegt dieser mindestens 300m über dem Boden (Drohnen sind in Deutschland auf 100m Höhe begrenzt) und hat damit einen deutlich größeren Abstand zum Objekt was den 2-D Effekt noch verstärkt. Im Helikopter kann der Fotograf hochauflösende Kameras mit unterschiedlichen Objektiven nutzen und produziert damit qualitativere Aufnahmen als mit einer Drohne. Dafür kostet die halbe Flugstunde oft 2000€ aufwärts nur für den Heli.

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Mit einer Drohne kann ich die gleichen Perspektiven mit einigen Erleichterungen erstellen, aber dazu gleich mehr. Bei High-Up-Bildern gilt zu beachten, dass höher nicht immer besser ist. Oft reichen ein paar Meter über dem Boden um über Autos, Menschen und Begrünung hinweg zu sehen, die sonst den klaren Blick auf ein Haus versperren. Aufnahmen aus größerer Höhe eignen sich hingegen um das Objekt mit seiner baulichen Umgebung zu verknüpfen indem man markante Objekte in das Bild integriert.

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High-Up-Bilder haben alle Charakteristiken eines klassischen Fotos. Sie Zeigen das Gebäude aus einer Frontalansicht und kommen unserer klassischen Sehgewonheit näher. Für Bilder aus größerer Höhe auf ein Haus habe ich vor der Drohnenzeit ausschließlich auf die Nachbarbebauung zugegriffen. Während meiner aktiven Zeit bei der BILD war es meine Aufgabe die Stadt Leipzig aus einer neuen Sicht zu fotografieren. Dafür stand ich auf unzähligen Hausdächern bei jeder Tages- und Nachtzeit um Bilder zu fotografieren, die man als Fußgänger niemals sieht. Das war nicht immer einfach. Genehmigungen müssen eingeholt und Öffnungszeiten beachtet werden. Oft bekam ich Zugang durch Privatwohnungen. Hier war es eine Glücksache ob der Mieter gerade zuhause war, wenn ich klingelte. Außerdem steht nicht an jeder Ecke ein Hochhaus mit der perfekten Aussicht. 

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Mehr Flexibilität

Drohnen bedeuten für mich als Fotograf vor allem Freiheit. Unabhängig von den Bedingungen vor Ort kann ich meine Kamera im dreidimensionalen Raum genau da platzieren wo die Bildkomposition am besten ist. Es gibt keine Einschränkungen mehr durch feste Aufnahmeorte von den benachbarten Gebäuden und keine Verhandlungen mit Eigentümern. Diese Freiheit der Positionierung sorgt für einzigartige Perspektiven und macht den großen Charme der Luftbildfotografie aus.

Außerdem habe ich die Möglichkeit während einer Akkuladung von ca. 25 Minuten die gesamte Umgebung um das Objekt zu scouten und gleich im Anschluss verschiedene Perspektiven um das gesamte Gebäude herum zu fotografieren. Eine Aufgabe die früher mehrer Stunden Arbeit und hunderte Treppenstufen bedeutet hat. Auch für Videoproduktionen ergeben sich vorher unmögliche Aufnahmewinkel und -bewegungen. Ein Rundflug um das Objekt oder ein dynamischer Aufstieg von Bodenhöhe bis zum Dach des Gebäudes sind tolle Möglichkeiten ein Haus ganz neu darzustellen. Aber da ist ein Thema für einen anderen Beitrag.

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Eine Frage der Rechte

Hier kommen oft die Bedenken meiner Kunden auf. Welche Gesetze muss ich bei Drohnenaufnahmen beachten? Wie sieht es mit dem Überflug von Nachbargrundstücken aus? Was ist mit den Persönlichkeitsrechten von Menschen im Bild? Für solche Fragen stehe ich meinen Kunden natürlich immer beratend zur Seite.

Der deutsche Gesetzgeber hat sich über Drohnenregulierungen in den letzten Jahren viele Gedanken gemacht und einen rechtlichen Rahmen geschaffen. Mit einer Drohne bis 2 Kilogramm Gewicht ergeben sich daraus folgende Einschränkungen:

  • Maximal 100m Flughöhe über Grund
  • Generelles Nachtflugverbot
  • Abstand halten zu:
    • Wohngrundstücken
    • Naturschutzgebieten
    • 1,5 km Abstand zu Flugplätzen
    • Menschenansammlungen
    • Hauptverkehrsstraßen
    • Bundeswasserstraßen
    • Bahnanlagen
    • Militärischen Anlagen
    • Einsatzorten von Behörden
    • Industrieanlagen
    • Justitzgebäuden

Zusätzlich verpflichte ich mich als Drohnenpilot zu folgenden Punkten:

  • Ich habe eine Drohnen-Haftpflichtversicherung für Sach- und Personenschäden abgeschlossen
  • Ich kennzeichne meine Drohne durch eine feuerfeste Plakette, mit der sich der Halter eindeutig identifizieren lässt
  • Ich informiere mich vor Abflug über die Regulierungen des aktuellen Flugraumes

Einen Drohnenführerschein benötige ich für Drohnen bis 2 Kg Gewicht übrigens nicht. Eine intensive Auseinandersetzung mit Regulierungen und der Bedienung des Fluggerätes sind dennoch unabdingbar um für sich, seinen Kunden und seine Umgebung eine sichere Fotoproduktion zu gewährleisten.

Diese Liste an Verboten schränkt die Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen auf den ersten Blick deutlich ein. In der Praxis zeigen die öffentlichen Behörden erfreulicher Weise meist eine gute Kompromissbereitschaft. Mit einer Vorbereitungszeit von mindestens 14 Tagen vor der Aufnahme kann man Sondergenehmigungen beantragen die für mehrere Wochen besondere Flugerlaubnisse gestatten. Meist werden Auflagen erteilt, dass man Hauptverkehrswege nicht überfliegen darf und bestimmte Anwohner über den anstehen Flug zu informieren hat. Dann spricht auch nichts gegen einen Flug in innerstädtischen Lagen. Auch die Tageszeit bei der Aufnahme wirkt sich auf Genehmigungen aus. Am frühen Morgen ist nicht nur das Kicht vorteilhaft für die Bilder. Die meisten öffentlichen Plätze und Straßen sind noch nicht belebt und ermöglichen so einen rechtskonformen Überflug.

In der Realität sieht man einen sehr gemischten Umgang mit den Vorschriften. Ein gutes Beispiel ist ein Video, dass die Stadt Leipzig vor einiger Zeit zur Werbung genutzt hat. Hier fliegt eine Drohne zur Dämmerung (Nachtflugverbot) über den Ring (Flugverbot über Hauptverkehrsstraßen) und die Innenstadt (Flugverbot über Menschenmengen) und verstößt damit gleich gegen drei Gesetze in einem Clip. Das hielt die Stadt nicht ab damit öffentlich für sich zu werben.

Ich denke als Pilot ist es unsere Aufgabe verantwortungsvoll mit der jeweiligen Situation verantwortungsvoll umzugehen und oberste Priorität auf die Sicherheit aller Beteiligten zu legen. 

Mit einer guten Wahl des Aufstiegsortes und der Tageszeit können viele Gesetze eingehalten werden. Oft ergeben sich durch einen kreativen Umgang mit den Einschränkungen ganz besondere Bildergebnisse. Das bringt mich auch zum nächsten Punkt dieses Beitrages.

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Weitere Herausforderungen

Ein Drohnenflug bringt neben gesetzlichen Regulierungen einige weitere Einschränkungen mit sich. 

So kann die Drohne nur bis zu einer bestimmten Windgeschwindigkeit genutzt werden. Bei Böhen über 30km/h fliege ich nur noch unter Vorbehalt und extrem vorsichtig, da die Drohne nur bedingt den Windkräften entgegenwirken kann. 

Für die Funktionsfähigkeit der Akkus spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Der Akku wird bei 25°C betrieben und muss von der Drohne vor dem Start auf die richtige Temperatur gebracht werden. Das kann bei schlechter Vorbereitung einen Großteil der Flugzeit kosten. Temperaturen in den Minusgraden verkürzen außerdem die Akkulaufzeit der Drohne und der Fernbedienung erheblich.

Die Drohne kann bei leichtem Regen fliegen, da die Rotoren einen Großteil des Wassers wegpusten. Jedoch gelangen oft einge Tropfen auf die Linse der Kamera und sorgen damit für Flecken auf dem Bild.

Besonders bei innerstädtischen Flügen gibt es oft Inteferenzwarnungen beim Funksignal durch das die Drohne mit der Fernbedienung kommuniziert. Werden die Inteferenzen zu stark, kann die Verbindung zur Drohne verloren gehen, was unbedingt zu vermeiden ist.

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Good to know

Die Kamerastabilisierungen in den neusten Drohnen ist so stark, dass die Kamera Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden bei Windstille produzieren kann. Wer schonmal versucht hat so eine Aufnahme aus der eigenen Hand heraus zu fotografieren, wird wissen, was das für eine Herausforderung ist.

Die größte Sorge die ich von Anwohnern bei Fotoproduktionen zu hören bekomme ist: „Da können Sie mir ja jetzt in die ganze Wohnung schauen.“ Die Angst kann ich den Menschen sehr schnell nehmen, indem ich ihnen eines der Bilder der Drohne zeige. Die Kontrastverhältnisse zwischen der hellen, von der Sonne beschienenen, Außenansichten eines Gebäudes und den dunklen Innenräumen ist so groß, dass man auf dem Bild nicht durch die Fenster schauen kann. Sollte sich die hübsche Nachbarin während der Aufnahme auf dem Liegestuhl des Nebengrunstücks in der Sonne räkeln, helfen meist ein paar Klicks in Photoshop um sie zu aus dem Bild zu retuschieren um alle Beteiligten zufrieden zu stellen.

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Fazit

Drohnen bieten uns in der Contentproduktion eine tolle Ergänzung zu klassischen Aufnahmemöglichkeiten, lösen diese aber keineswegs ab. Bei den meisten Aufträgen in der Architekturfotografie setze ich eine Drohne ein um zusätzliche, einzigartige Bilder zu produzieren, die bei meinen Kunden oft auf großen Zuspruch treffen. 

Es liegt im Ermessen meiner Kunden und mir zu entscheiden, wie wir mit rechtlichen und sicherheitsrelevanten Einschränkungen umgehen. Hier ist beidseitiges Verständnis und eine Kompromissbereitschaft wichtig um eine sichere Produktion zu gewährleisten. Das Ergebnis ist meistens eine überaus angemessene Belohnung für den Mehraufwand in der Vorbereitung.


Zum Fotoshooting

Kunde: Atelier 8
Art: Referenzfotos
Location: Studio Muc
Ort: München (Bayern), Deutschland